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Vivien S.'s Blog

6 Monate Peru (Rückblick)   (published in Peru)

May 31, 2012 by   Comments (0)

Meerschweinchen, Alpaka und roher Fisch als Nationalgerichte; vollgestopfte Taxis, in denen Passagiere sogar im Kofferraum noch Platz finden (in Bussen auf dem Armaturenbrett); auch zwei Wochen nach Schulbeginn noch keine vorhandenen Stundenpläne; Popcorn, Eiscreme und Maiskolben, die auf der Straße und auch in Bussen verkauft werden; überall sichtbare Armut; keine Busfahrpläne; „eigentlich“ warme Duschen in Hotels, „nur leider haben wir gerade kein Gas“; Baustellen- und Straßenarbeiter ohne genügend Schutzmaßnahmen und keine Empanadas im Empanada- Restaurant – willkommen in Peru!

Es gibt viele Dinge (abgesehen von der Höhe in der Andenregion), an die man sich in Peru erst einmal gewöhnen muss, z.B. die etwas andere Art von Pünktlichkeit, Effizienz und vorausschauender Planung, damit hat man als Europäer zunächst einmal ganz schön zu kämpfen. Aber auch mit den sehr unsicheren und dennoch rasant fahrenden Verkehrsmitteln (auf entsprechenden Straßen)... am Besten, man nimmt alles mit Humor – mit der Zeit lernt man dann, das Meiste zu übersehen!

Ich war mit Projects Abroad – einer weltweiten Hilfsorganisation, die in vielen Ländern, viele unterschiedliche Projekte anbietet – für ein halbes Jahr in Peru, um dort Englisch zu unterrichten.

Vor Ort wird man gut betreut, die Organisationsmitglieder sind wirklich nett und sehr hilfsbereit, außerdem  lebt man in Gastfamilien, die regelmäßig Freiwillige aufnehmen, oft mit einem anderen oder einer anderen Freiwilligen zusammen, was großen Spaß machen kann.

Ich lebte zusammen mit einem anderen (deutschen) Freiwilligen sehr zentral in Pisac (einem äußerst touristischen Städtchen im Heiligen Tal), in einem Haus mit eigener Bar und einem schönen, sehr geräumigen Zimmer für mich allein. Ich muss zugeben, am Anfang war ich, trotz niedriger Erwartungen, schockiert von Badezimmer und Küche – aber auch daran gewöhnt man sich und als ich dann ab meinem zweiten Monat hier endlich wieder warmes Wasser zum Duschen hatte, konnte ich über die bescheidenen Verhältnisse hinwegsehen – das ist schließlich Teil der Erfahrung hier.

Meine Gastfamilie war wirklich sehr nett, es gab mehr als genug zu essen und wenn immer ich ein Problem hatte, konnte ich mit meiner Gastmutter darüber reden und sie hatte oft gute Ratschläge für mich. Auch mit den Kindern kam ich sehr gut zurecht – am meisten wird mir die kleine, mittlerweile fast schon zweijährige Tochter fehlen, unter deren ersten Worte mein Name war und die so gerne mit mir spielte!

Generell ist es eine tolle Erfahrung, in einer Gastfamilie zu leben, denn so lernt man Land und Kultur auf viel intensivere Weise kennen und auch zu verstehen.

Die meiste Zeit über arbeitete ich in Pisac, wo ich an der hiesigen Schule den Englischunterricht unterstützte. Während der Sommerferien jedoch (im tiefsten europäischen Winter) unterrichtete ich peruanische Englischlehrer in Cusco. Beide Projekte haben mir viel Spaß gemacht, es waren sehr unterschiedliche Erfahrungen und besonders die Kinder sind mir nach einer Weile richtig ans Herz gewachsen.

Nicht nur das Unterrichten, sondern auch das Leben in Pisac konnte ich in vollen Zügen genießen. Wir waren eine große und sehr nette Gruppe von Freiwilligen und haben uns so gut wie jeden Nachmittag in einem der hübschen, gemütlichen Cafés getroffen. Das waren wirklich schöne Stunden, an die ich mich sehr gerne zurückerinnere. Gelegentlich ging es auch an den Wochenenden nach Cusco, denn in Pisac gab es keine Möglichkeiten, auszugehen; und natürlich haben wir auch gemeinsame Reisen unternommen.

Freunde habe ich in Peru sehr schnell gefunden, sowohl Peruaner, als auch viele Freiwillige, einige davon sind wirklich gute Freunde geworden, bei denen ich mich auf ein baldiges Wiedersehen in Europa freue.

Da ich insgesamt ein halbes Jahr in Peru verbracht habe, hatte ich viele Gelegenheiten, zu Reisen, sowohl in Peru, als auch in Bolivien. Reisen in Peru ist generell sehr unkompliziert – solange man keine hohen Ansprüche hat, findet sich auch immer ein Hotel, in dem man übernachten kann.

Ich habe wirklich viele interessante und wunderschöne Orte gesehen, was Peru für mich unvergesslich macht.

Mein Leben in Peru war intensiv, ich sammelte viele, zwar nicht immer positive, aber in jedem Fall bereichernde Eindrücke, lernte nette und interessante Leute kennen, reiste viel durchs Land, sah Armut und Reichtum und hoffe, dass auch ich an den Schulen etwas bewirken konnte, denn mich hat diese Erfahrung definitiv verändert.

Ich bedanke mich auch bei Projects Abroad, vor allem bei den Mitgliedern vor Ort, die immer sehr nett und verständnisvoll waren (unser Supervisor begleitete mich bei meiner ersten Lebensmittelvergiftung ins Krankenhaus!), denn ich hatte wirklich eine tolle Zeit hier.

Dennoch freue ich mich nach 6 Monaten auf einem fremden Kontinent doch wieder auf zu Hause – darauf, jederzeit deutsch sprechen zu können (auch wenn es mir fehlen wird, ständig sämtliche Fremdsprachen zu benutzen!) und – obwohl ich die peruanische Küche wirklich schätze – auf gewohntes, europäisches Essen.

Und natürlich freue ich mich darauf, Freunde und Familie endlich wiederzusehen.

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Abschied   (published in Peru)

May 31, 2012 by   Comments (0)

Als ich von meinem Reisemonat für ein letztes Wochenende in Pisac zu meiner Gastfamilie zurückkehrte, fühlte es sich schon an, wie zu Hause, als ich mich wieder in Mitten der gewohnten, doch nach wie vor unglaublich eindrucksvollen Anden befand. Auch dieses Mal blieb die Höhe nicht unbemerkt, doch mir ging es wesentlich besser, als damals im Dezember.

Ich hatte zwei wunderschöne letzte Tage mit meiner Gastfamilie, den guten Freunden die noch nicht abgereist waren und auch an der Schule, die ich kurz bevor mein Taxi mich zum Flughafen bringen würde, noch einmal besuchte, um mich zu verabschieden. Es war rührend, wie traurig sich manche Schüler zeigten – besonders solche, von denen ich es evtl. gar nicht erwartet hätte...

Dennoch fiel mir dieses Mal der Abschied weniger schwer, da ich mich mit dem Gedanken bereits vor einem Monat hatte anfreunden müssen. Zudem war jetzt die Vorfreude auf zu Hause deutlicher spürbar. Mein halbes Jahr in Peru war also schließlich vorbei – ich hoffe, eines Tages wiederzukommen und Gastfamilie, Freunde und auch einfach das wunderschöne Land wiederzusehen.

Die Anden vom Flugzeug aus

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Ferientage

May 31, 2012 by   Comments (0)

Die Organisation verspricht einem für eine gewisse Anzahl an Monaten eine gewisse Anzahl an Urlaubswochen. Als ich dann aber vor Ort war, musste ich feststellen, dass ich nicht die Anzahl an Tagen freinehmen konnte, die mir eigentlich zugestanden hätte. Für sechs Monate Arbeit wurde mir gesagt, stünden mir 5 Urlaubswochen zu – tatsächlich war man dann aber nicht bereit, mir 25 Tage frei zu geben, mit der Begründung, man rechne nicht in Tagen, sondern in Wochen. Wollte ich also nur drei oder vier Tage in einer Woche freinehmen (da ich an der Schule aufgrund meines Stundenplans ohnehin einen freien Tag in der Woche hatte), so wurde das automatisch als eine Woche angerechnet, d.h. fünf Tage anstelle der nur vier Tage, um die ich eigentlich bat. Ich akzeptierte diese Regel auch, obwohl ich, wenn man nach fünf Werktagswochen geht, logischerweise ein paar Tage mehr gehabt hätte. Worum ich einmal jedoch bat, war ein freier Tag in einer Woche, denn an diesem Tag flog eine meiner besten Freundinnen, die ich in Peru gefunden hatte, nach vier Monaten wieder nach Hause. Ich bat also, diesen Tag freinehmen zu können, da mir ja eigentlich ein paar Tage mehr zugestanden hätten, um sie zum Flughafen begleiten und mich verabschieden zu können. Es handelte sich um einen einzigen Tag in der Woche, an jedem anderen arbeitete ich wie gehabt, wie auch in den vorigen und kommenden Wochen. Es war unglaublich, was für ein immenses Problem dieser eine Tag plötzlich für die Organisation darzustellen schien. Man wollte ihn mir unter keinen Umständen gewähren, mit der Begründung, es würden keine individuellen Tage freigegeben, nur Wochen – was einfach nicht wahr war (und zudem schlicht lächerlich), denn andere Freiwillige und sogar ich selbst hatten zuvor schon einzelne Wochentage freigenommen. Warum sollte das auch nicht möglich sein?

Das war eine sehr enttäuschende Auseinandersetzung für mich, da mir jene Freundin wirklich viel bedeutete und ich mich sehr gerne am Flughafen von ihr verabschiedet hätte. Außerdem hätte ich ein bisschen mehr Verständnis für das Menschliche von Seiten der Organisation erwartet. Doch ich wollte keinen Streit mit den Organisationsmitgliedern vor Ort anfangen – versuchte jeglich mein Bestes, ihnen meinen Standpunk klar zu machen (hier erhielt ich schnell das Gefühl, dass mir eigentlich gar nicht richtig zugehört wurde, sondern schlicht die "Regeln" wiederholt wurden) – denn bereits einige Tage zuvor hatte ich Besuch des Managers persönlich erhalten, da ich einige negative Aspekte über die Organisation in meinem Blog geschrieben hatte.

Am Ende konnte ich meine Freundin nicht begleiten (da man auf jene lächerliche „Regel“ bestand), was wirklich sehr traurig für mich war und ich muss gestehen, an diesem Tag hat mir meine Arbeit wirklich keinen Spaß gemacht. Solche Dinge sind nicht besonders gut für die Motivation der Freiwilligen, besonders, wenn man weiß, dass man eigentlich das Recht auf diesen freien Tag gehabt hätte. (Ich war zu ehrlich, einfach zu „schwänzen“, denn im Gegensatz zu dem, was ich mir anhören durfte, bin ich mir meiner Verantwortung durchaus bewusst.)

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Wieder am Meer   (published in Peru)

May 24, 2012 by   Comments (0)

Als ich aus dem Dschungel zurueck in die Zivilisation (nach Lima) kehrte, war mir zunaechst einfach nur kalt. An der Kueste ist es zwar durchaus warm, doch nach der schwuelen Hitze des Regenwaldes, erschien es mir doch recht kuehl.

Ich hielt mich lediglich einen Tag in Lima auf und fuhr dann an der Kueste entlang nach Norden, in die Stadt Trujillo. Trujillo ist sehr schoen, doch ich uebernachtete in Huanchaco, einem ehemaligen Fischerdorf unweit der Stadt, der mittlerweile nur noch vom Tourismus lebt. Wunderschoen und direkt am Meer.

Dort blieb ich drei Tage, um Strand und Sonne zu geniessen, sowie auch die Stadt und nahegelegene Ruinenstaetten verschiedener Praeinkakulturen zu besichtigen. Ich vertrieb mir die Zeit (wie immer) mit einigen neuen Freunden aus dem dortigen Backpackerhotel und vom Strand und fuhr dann schliesslich weiter, nach Chiclayo - eine Stadt noch weiter noerdlich und das letzte Ziel meiner Reise. Auch dort suchte ich mir eine Bleibe etwas ausserhalb, direkt am Meer. Ich schlief in einer sehr rustikalen, aber schoenen, gepflegten und daher stimmungsvollenBambushuette (sogar mit zwei Etagen!) direkt am Meer, sodass ich nachts vor dem Einschlafen und morgens beim Aufwachen das Rauschen der Wellen hoerte. Ich fand dort ebenfalls schnell ein paar Freunde, denn ich verbrachte viel Zeit am Strand und nach zwei Tagen dort ging es dann schliesslich wieder zurueck nach Lima und von dort aus wuerde es dann nach ein paar Tagen Aufenthalt schon wieder zurueck nach Cusco gehen, fuer mein letztes Wochenende zu Hause, bei meiner Gastfamilie - bevor ich dann nach sechs Monaten in Suedamerika endlich wieder nach Deutschland fliegen wuerde.

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Im Dschungel   (published in Peru)

May 16, 2012 by   Comments (1)

An meinem ersten Tag in Iquitos, der groessten Stadt im peruanischen Dschungel mit ca. 500 000 Einwohnern (die Einzugsgebiete dazugerechnet sogar ca. 800 000), machte ich - gemeinsam mit einem anderen Urlauber aus dem Hotel - einen  Ausflug (zu Boot) zu verschiedenen Tieraufzuchtstationen im Dschungel. Dort bekam ich die verschiedensten Tiere der Region zu sehen (sogar einen Jaguar) und hatte schlafende Baby-faultiere, kleine Aeffchen und sogar eine Anakonda auf dem Arm (bzw. um die Schultern)!

kleines Aeffchen, das sich neugierig dem Boot naeherte

Ab meinem 2. Tag am Amazonas ging es dann in die Bungalows im Regenwald, von wo aus ich Ausfluege im Kanu oder in  Motorbooten unternahm, um den Dschungel und seine Bewohner zu erkunden.

Der Regenwald traegt seinen Namen nicht ohne Grund. Jeden Tag schuettete es (oft nur kurz aber heftig) und auch jede Nacht. Die Ausfluege zu Boot, die ich unternahm (meist mit anderen Reisenden zusammen, unter denen ich ein paar sehr nette und interessante Leute und auch Freunde kennenlernte), waren einzigartig. Wir sahen die wunderschoene Natur (teilweise auch auf Wanderungen), sahen Tiere und wie die Menschen hier leben und gingen sogar Piranhas angeln! (Ich habe die peruanischen Guides damit beeindruckt, wie viele ich gefischt habe!)

Anakondas in einer Aufzucht

An den Abenden verbrachten wir Gaeste und auch Angestellte ebenfalls oft die Zeit miteinander - bei Karten- oder Brettspielen im stimmungsvollen Dschungelbungalow. Un der NAchthimmel im Amazonasgebiet ist, auch wenn er nicht gan an den der Anden herankommt, wunderschoen und mit Sternen uebersaeht, wenn man das Glueck hat, ihn wolkenlos zu erleben (ich hatte grosses Glueck, denn die hohe Luftfeuchtigkeit hier sorgt dafuer, dass eigentlich immer Wolken am Himmel stehen).

Auch toll waren die vielen "hoteleigenen", wenn auch freien Tiere, wie zum Beispiel der kleine Papagei Aurora, der einmal auf meiner Schulter angekommen, kaum wieder loszuwerden war. Also bin ich einfach einen halben Tag lang mit einem Papagei auf der Schulter herumgelaufen und kam mir vor, wie ein Pirat!

Abgesehen von dem heissen und extrem feuchten Klima, dem ploetzlichen, teilweise sehr starken Regen (der genauso schnell auch wieder aufhoeren kann) und den riesigen Spinnen, gefiel mir mein Aufenthalt im Dschungel sehr gut - die Natur hier ist unglaublich interessant und beeindruckend und die Tierwelt ohnehin nicht zu ueberbieten... mit diesen riesigen Insekten und den extrem alten (teilweise praehistorischen) Schildkroeten fuehlt man sich manchmal wie in die Urzeit zurueckversetzt.

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Lima   (published in Peru)

May 16, 2012 by   Comments (0)

Da ich in Chincha und Umgebung bereits das Meiste an meinem ersten Tag dort gesehen hatte, beschloss ich, gleich weiter, nach Lima zu fahren. Eine gute Entscheidung. Lima ist eine (im Zentrum, nicht in den Vororten!) sehr schoene und sehr moderne Stadt, die rein optisch so gar nicht zum Rest Perus passen will (evtl. bildet Arequipa so eine Art Uebergang).

Der Hauptplatz im Zentrum Limas

Mir gefaellt die Stadt wirklich gut und ich fand im Backpackerhostel auch sofort ein paar neue Freunde, mit denen ich die Stadt besichtigte. Wir durften sogar gratis in das Parlamentsgebaeude (vielmehr in dessen Museumsteil), da einer dieser Freunde dort einmal gearbeitet hatte.

Die Kueste Limas

Die restlichen Tage verbrachte ich ebenfalls mit den anderen Backpackern, was grossen Spass machte. Ich besichtigte einen Park mit verschiedenen Brunnen und einer "Fontaenen-Show" und eine riesige Ruinenanlage ausserhalb Limas, genoss das schoene Wetter, Meer und Stadt und freue mich nun auf die naechste, voellig andere Station meiner Reise: den Dschungel.

Pachacamac - die groesste Ruinenstadt in der Umgebung Limas.

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Erdbeben   (published in Peru)

May 7, 2012 by   Comments (0)

In Peru bebt die Erde immer wieder; es gab auch schon ein paaer schwaechere Erdbeben, waehrend ich noch in Cusco war, habe diese aber selbst nie wirklich mitbekommen. An dem Morgen, an dem ich Chicha verlassen wollte jedoch, bebte es richtig stark. Ich sass in meinem Hotelzimmer auf dem Bett, als ploetzlich das ganze Gebaeude durchgeruettelt wurde. Zuenaechst dachte ich an einen vorbeifahrenden Zug, aber dann fiel mir ein, dass es in Peru ja gar keine Zuege gibt (bis auf den einen, der Puno mit Cusco und MAchu Picchu verbindet).

Im ersten Moment wusste ich nicht, was ich tun sollte, Doch dann merkte ich, dass es nicht staerker wurde und so wartete ich einfach die Minute (und auch das schwaechere Nachbeben eine halbe Stunde spaeter) einfach ab, bis alles wieder still war. Ein wenig beaengstigend ist die Vorstellung dennoch, dass hier an der Kueste jederzeit ein starkes Erbeben stattfinden kann, wo es dann nicht bei der huepfenden Wasserflasche bleibt...

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Chincha   (published in Peru)

May 7, 2012 by   Comments (0)

In Chincha angekommen, stellte ich zunaechst einmal fest, dass es dort keinrlei Reiseagenturen oder Touristeninformationsbueros gibt. Also heuerte ich einen Taxifahrer an, welcher mich erst zu einer nahegelegenen Ruinenstaette mit (durch die Spanier und und Erdbeben groesstenteils zerstoerten) Lehmpyramiden und anschliessend zu mehreren kleinen aber sehr huebschen Doerfern in der Umgebung Chinchas fuhr. Das war eine sehr interessante Erfahrung und in einem kleinen Fischerdorf, in welchem die Boote gerade zum Fischen hinausfuhren, sah ich bereits zum zweiten Mal in dieser Woche Delfine, die sich direkt neben dem Steg im seichten Wasser tuemmelten.

An jenem Tag sah ich sehr viel und beschloss daher, gleich am naechsten Tag weiter, nach Lima zu fahren, statt mich dort mehrere Tage lang aufzuhalten, denn Chincha an sich war dann doch nicht so interessant fuer mich.

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Paracas   (published in Peru)

May 7, 2012 by   Comments (0)

Meinen ersten Tag in dem wunderschoenen kleinen Ferienort am Meer verbrachte ich quasi nur an der Strandpromenade. Das Meer, gemeinsam mit Sonne und warmem Wetter, weckten in mir das Urlaubsgefuehl, das ich mir hoffentlich jetzt fuer den Rest der Reise beibehalten werde. Ausserdem versuchte ich, die ueberall angebotene Cebiche hier (ein typisches, suedamerikanisches Gericht, das aus rohem Fisch, der nur mit Zitronensaft "gekocht" wird, besteht), welche wesentlich besser war, als jene, die ich in Pisac an der Schule ass. 

An meinem zweiten Tag dort nahm ich an den Ausfluegen zu den Islas Ballestas und dem Naturreservat teil. Besonders die Islas ("Inseln") gefielen mir wirklich sehr gut. Neben der einmaligen Szenerie der roetlichen Felsen im dunkelblauen Pazifik, sieht man jede Menge Tiere, wie Pinguine, Seeloewen und viele verschiedene Seevogelarten, welche alle auf diesen Insln leben. Zudem sah ich vom Boot aus eine riesige Qualle (gute 50 cm Durchmesser!) und gleich zu Beginn, noch auf dem Kai, sahen wir eine Schule Delfine an uns vorbei, ins Meer hinausschwimmen.

Den dritten Tag verbrachte ich ebenfalls am Strand und genoss Sonne und Ruhe, bevor meine Reise dann weiterging. 

 

 

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Fahrt nach Ica   (published in Peru)

May 7, 2012 by   Comments (0)

Nach einer kurzen Nacht im Bus wachte ich auf und sah um mich herum nur Wueste. Den ganzen fruehen Morgen ueber fuhren wir durch Sand- und Geroellwueste, mit vereinzelten Kakteengewaechsen. 

Dann erreichten wir ein schmales, ueberraschend gruenes Tal, umsaeumt von maechtigen Sandduenen und hinter den gruenen Feldern und Obstbaum- und Kakteenplantagen eine kleine Stadt: Nasca. Ich stieg hier noch nicht aus, denn mein Ziel war ja Ica, aber es war schoen, Nasca noch einmal auf der Durchfahrt zu sehen. Es ist an und fuer sich keine besondere Stadt - eher aermlich und sehr klein. Doch als der Bus das Staedtchen hinter sich liess, durchquerte er das riesige Areal mitten in der Wueste, in dem die Nascalinien zu erkennen sind - jedoch wirklich nur aus der Luft. Von der Strasse, also vom Boden aus erkennt man gegen die Sonne nur Schatten, und mit der Sonne nur hellere Stellen im roetlichen Geroell, dort, wo sich die Graeben befinden. Wenn man sich den losen Geroellboden so ansieht, erscheint es einem kaum moeglich, dass diese Graeben eine so lange Zeit ueberdauert haben und aus der Luft immernoch so gut zu erkennen sind. Doch das sind sie tatsaechlich und bereits um 8 Uhr morgens konnte man die ersten Segelflugzeuge am Himmel sehen. 

Fahrt durch die Wueste

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